Bewertungssystem für Bauwerke

Tab.5: Einordnung der Bauweisen in Verletzbarkeitsklassen und Kennzeichnung der Streubereiche [11]

Als Hauptelemente der Verletzbarkeit wurden in [3] und [9] die Bauweisen der tragenden Wände identifiziert. Der Erwartungswert des strukturellen Schadens für die einzelnen Bauweisen lässt sich über den sogenannten mittleren Schadensgrad Dm charakterisieren.
Verletzbarkeitsklassen können unterschiedlich eingeteilt werden (vgl. Tabelle 5). Grundsätzlich ist eine bauweisenbezogene Klassifikation der idealisierten Einteilung nach der Widerstandsfähigkeit gegenüber Hochwassereinwirkungen (Typ I) zu bevorzugen.

Für den normalen Bauwerksbestand werden vier Hochwasser-Verletzbarkeitsklassen (HW-A bis HW-D) eingeführt, wobei jede dieser Hochwasser-Verletzbarkeitsklassen Bauweisen gleicher bzw. ähnlicher Verletzbarkeit repräsentiert. Zusätzlich wird eine Hochwasser-Verletzbarkeitsklasse HW-E vorgeschlagen, um (regelkonform) hochwassergerecht ausgeführte Bauwerke zu berücksichtigen [11].
Eine Einordnung der Verletzbarkeitsklassen kann derzeit für die Hauptbauweisen (Typ II in Tabelle 5) geleistet werden; eine weitere Differenzierung (Typ III) würde weitere Untersuchungen (Schadensdaten) voraussetzen. Mit dem Schema von Tabelle 5 werden die für die praktische Anwendung in den Hochwassergebieten 2002 repräsentativen Bauweisen aufgeführt.

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